Mehrwertsteuer in der Schweiz

Gutscheine sind reine Zahlungsmittel, bei deren Verkauf wird keine Leistung erbracht.

Die Verkäufe von Geschenkgutscheinen gelten daher im Sinne von Artikel 18 Ziffer 19 MWSTG als von der MwSt. ausgenommene Umsätze im Bereich des Geld- und Kapitalverkehrs (Zahlungsmittel). Belege (Rechnungen, Quittungen usw.) über den Verkauf von Geschenkgutscheinen tragen keinen Hinweis auf die MwSt.

Es empfiehlt sich, die Umsätze aus dem Verkauf von Gutscheinen nicht in der Erfolgsrechnung, sondern auf einem Passivkonto in der Bilanz zu verbuchen.

Erst im Zeitpunkt der Einlösung ist das Entgelt zum massgebenden Steuersatz zu versteuern. Als Entgelt gilt der Gegenwert der erbrachten Dienstleistung (oder des verkauften Gegenstandes). Die MwSt. wird dann z.B. auf der Kassenquittung oder einer Rechnung ausgewiesen. Das Zahlungsmittel selber ist für die Mehrwertsteuerpflicht der eigentlichen Transaktion nicht relevant.

Buchungsbeispiel

Verkauf Gutschein
Ein Kunde kauft bei Ihnen einen Gutschein für ein Romantikabendessen zu zweit im Wert von
CHF 166.00. Er bezahlt den Gutschein mit seiner Kreditkarte.
Soll Haben Betrag Bemerkung
Bank (Keditkarte) Gutscheine (Passivkonto) CHF 166.00 kein Entgelt, keine MwSt. geschuldet

Einlösung Gutschein

Ihr Gast bezahlt sein Abendessen für sich und seine Freundin mit einem Gutschein im Wert von
CHF 166.00. Die Rotweinflasche (CHF 34.00) ist nicht im Gutschein enthalten, diese bezahlt er bar.

Soll Haben Betrag Bemerkung
Gutscheine (Passivkonto)
Ertrag CHF 166.00 zu versteuernde Leistung
Kasse Ertrag
CHF 34.00 zu versteuernde Leistung
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